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Neue Details zum Mordfall Tino Werner in Bad Driburg

Foto: Polizei Bielefeld

Wenige Tage vor dem Start des Prozesses gegen den mutmaßlichen Mörder des Bad Driburger Kellners Tino Werner sind neue Details bekannt geworden. Demnach geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeklagte mit äußerster Brutalität vorging. 

Am Tattag im November 2003 habe Tino Werner seinen Mörder entweder selbst hereingelassen – oder die Wohnungstür sei offen gewesen. Der Beschuldigte soll dem Kellner in Bad Driburg im Eingangsbereich unvermittelt gegen die linke Stirn geschlagen haben. Tino Werner sei dann gegen eine Ecke des Wandvorsprungs getaumelt und soll möglicherweise das Bewusstsein verloren haben. Deshalb habe er sich gegen den anschließenden Würgegriff des Angeklagten nicht wehren können. 

Nachdem der Kellner bereits regungslos am Boden lag, habe der Beschuldigte ihm das Stromkabel eines Staubsaugers um den Hals gewickelt und ihn bis zum Tod stranguliert.

Das mögliche Motiv sei Habgier und Hass auf Homosexuelle gewesen. Nach dem Mord soll der Angeklagte seinem Opfer 100 bis 150 Euro Bargeld, das Handy und eine Webcam geraubt haben. 

Im Mai kamen die Ermittler dem Angeklagten durch eine neue DNA-Reihenuntersuchung auf die Spur. Der Prozess gegen den 57-Jährigen beginnt am Mittwoch (05.11.) vor dem Paderborner Landgericht- rund 22 Jahre nach der Tat.