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Paderborner Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage im Fall Tino Werner

Bild vom verstorbenen Tino Werner

Im Mordfall Tino Werner hat die Paderborner Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen den 57-jährigen Verdächtigen erhoben. Er soll im November 2003 den damals 29-jährigen Kellner erdrosselt haben. Der Verdächtige schweigt weiterhin.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn wirft dem ehemaligen Nachbarn von Tino Werner vor, unter anderem aus homophoben Motiven gehandelt zu haben. Tino Werner, der als Kellner im Hotel Am Kaiserbrunnen in Brakel gearbeitet hatte, wurde damals mit einem Staubsaugerkabel gefesselt und erdrosselt in seiner Wohnung gefunden. 

Auf die Spur des mutmaßlichen Täters war eine Bielefelder Cold-Case Einheit gestoßen. DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers stimmen demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Fremd-DNA-Spuren an dem Lenkrad des Autos von Tino Werner überein. Das Auto, so die Staatsanwaltschaft, soll nach dem Mord durch den Täter in die Innenstadt von Bad Driburg gefahren worden sein, um eine Abwesenheit des Opfers vorzutäuschen. 

Wenn die Anklage zugelassen wird, dann könnte der Prozess im Oktober beginnen.