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Erzbistum Paderborn bewertet Missbrauchsvorwürfe gegen Franz Hengsbach neu

Das Erzbistum Paderborn bewertet die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Weihbischof Franz Hengsbach und seinen Bruder Paul neu. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wäre Franz Hengsbach der höchstrangige katholische Geistliche in Deutschland, dem eigener Missbrauch nachgewiesen wird.

Dem 1991 verstorbenen Kardinal Franz Hengsbach werden sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige in den 1950er und 1960er Jahren vorgeworfen. Drei Personen haben mittlerweile Anschuldigungen gegen ihn erhoben. Auch darum machen das Erzbistum Paderborn und das Bistum Essen, das Hengsbach ab 1958 aufgebaut hat, diese Vorwürfe jetzt öffentlich.

Einen ersten Vorwurf gegen Franz und seinen Bruder Paul Hengsbach hatte das Erzbistum Paderborn im Jahr 2011 als nicht plausibel angesehen.

Aus heutiger Perspektive, so schreibt das Erzbistum in einer Pressemitteilung, müsse diese Beurteilung leider deutlich in Frage gestellt werden.

Franz Hengsbach hat 1931 sein Abitur am Gymnasium Theodorianum in Paderborn gemacht.