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Prozess um Mordversuch mit Giftspritze in Elsen: Angeklagter gesteht
Opfer und Angeklagter haben am ersten Prozesstag rund um den mutmaßlichen Giftanschlag mit einer Spritze in Paderborn-Elsen vor Gericht ausgesagt. Es geht um versuchten Mord.
Der 41-jährige Angeklagte gab zu, eine Spritze mit Pflanzenschutzmittel gefüllt zu haben, bevor er zu seiner Ex-Frau ins Auto stieg. Er sagte, dass sei der größte Fehler seines Lebens gewesen.
Das getrennt lebende Paar sei zusammen beim Jugendamt wegen Unterhaltszahlungen für die Söhne gewesen. Auf der Rückfahrt soll der 41-Jährige die Spritze aus seinem Rucksack geholt und zugestochen haben.
Das Opfer konnte noch aus dem Auto flüchten, brach aber kurz danach zusammen. Die Frau sagte aus, dass ihr Mann trotz Bitte keinen Krankenwagen rief, sondern sie wieder in den Wagen zerren wollte. Sie habe gespürt, wie ein Taubheitsgefühl ihre Beine hochstieg, kurz danach konnte sie sich weder bewegen noch sprechen. Deshalb konnte sie den Rettungskräften auch nicht erklären, was passiert ist.
Eine Nachbarin eilte zur Hilfe und begann mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Im Krankenhaus soll der Angeklagte nichts von der Spritze oder dem Pflanzenschutzmittel erzählt haben – auch nicht, als sie ins Koma fiel. Stattdessen soll er gesagt haben, die 36-Jährige sei einfach umgefallen.
Die Verhandlung geht am 30. April weiter.
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