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Private Initiative organisiert Verlegung von Stolpersteinen in Körbecke

Um die Erinnerung an die Opfer der Nazi-Herrschaft wachzuhalten, sind in Borgentreich-Körbecke 16 Stolpersteine verlegt worden. Sie erinnern an vier Familien, die damals im Ort lebten und verfolgt wurden. Viele von ihnen wurden umgebracht.

Die Stolpersteine sind Pflastersteine mit goldenen Namensplaketten. Sie werden seit 1992 auf Initiative des Berliner Künstlers Gunter Demnig europaweit verlegt. Auch im Borgentreicher Stadtgebiet gibt es bereits seit einigen Jahren Stolpersteine.

Für die Aktion in Körbecke hatte sich eine private Initiative gebildet. Sie wälzte Bücher aus dem Stadtarchiv, befasste sich mit Familienstammbäumen und arbeitete auch mit Holocaust-Museen in Israel und den USA zusammen.

Am Verlegen der Stolpersteine beteiligten sich auch viele Dorfbewohner. Für die Musik sorgte dabei unter anderem der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad. Dessen geflüchtete Eltern wohnen heute in einem Körbecker Haus, in dem früher die jüdische Familie Katzenstein lebte.