Erste unabhängige Ansprechperson für Missbrauchsbetroffene im Erzbistum Paderborn
Im Erzbistum Paderborn gibt es ab sofort auch unabhängige Ansprechperson für Opfer von Geistlichem Missbrauch. Christiane Voß steht an der Seite der Betroffenen.
Ihr Arbeitsbereich ist der Missbrauch von geistlicher Autorität, beispielsweise in der Seelsorge. Bis zur Ernennung von Christiane Voß gab es mit Rainer Fromme nur einen direkten Beauftragten des Erzbistums für diesen Bereich.
Von jetzt an können Betroffene also wählen, ob sie einen unabhängigen oder einen institutionellen Kontakt suchen – und ob sie lieber mit einer Frau oder einem Mann sprechen wollen.
Ein Grundmerkmal des Geistlichen Missbrauchs ist laut Erzbistum die Missachtung der geistlichen Selbstbestimmung. Menschen auf der Suche nach Gott oder in persönlichen Wachstumsprozessen würden von der Kirche Unterstützung und Hilfe erwarten. Sie könnten dadurch unter Umständen verletzlich und für manipulative Einflussnahme empfänglicher sein.
Eine Webseite des Erzbistums zu diesem Thema nennt einige Beispiele für Geistlichen Missbrauch. Dazu zählen die Kontrolle der Kommunikation und Informationen, Manipulation und Verletzung der spirituellen Autonomie oder auch Ideologisierung religiöser Wertvorstellungen und Praktiken.
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Hinweis:
Eine erste Version dieser Meldung stellte einen Zusammenhang mit der Studie der Uni Paderborn über sexuellen Missbrauch durch Kirchenvertreter her. Laut dem Erzbistum sind sexueller Missbrauch und geistlicher Missbrauch aber grundsätzlich getrennt zu betrachten, auch wenn es in Einzelfällen Überschneidungen geben kann.
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