Enterobacter-Infektionen in Paderborner St. Louise-Klinik: Frühgeborenes stirbt
Aus der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn kommen traurige Nachrichten: Auf der Intensivstation für Neugeborene ist ein Säugling gestorben.
Grund ist eine Blutvergiftung (Sepsis) nach einer Infektion mit dem Bakterium Enterobacter gewesen, teilt das Krankenhaus mit.
Zurzeit sind drei weitere Babys betroffen: Ein anderes Frühgeborenes befindet sich in kritischem Zustand. Zwei weitere Säuglinge sind ebenfalls mit dem Bakterium infiziert, zeigen aber aktuell keine Krankheitssymptome.
Die Ursache für die Infektionen ist noch nicht geklärt, bei ihrer Aufnahme konnte der Erreger bei den Kindern nicht nachgewiesen werden. Nach dem Auftreten wurden die Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf der Station deutlich ausgeweitet.
Wegen der Vorfälle nimmt die Intensivstation für Neugeborene in der Paderborner Klinik St. Louise vorerst keine regulären Neuaufnahmen auf. Die Notfallversorgung bleibt aber sichergestellt. Das zuständige Gesundheitsamt ist laut Klinik eingebunden.
Enterobacter-Bakterien kommen in der Umwelt sehr häufig vor, sie gehören auch zur menschlichen Darmflora. Für gesunde Menschen sind sie normalerweise harmlos, bei Frühgeborenen mit ihrem noch nicht voll entwickelten Immunsystem und bei geschwächten Menschen können sie aber schwere Krankheitsverläufe auslösen.
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