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"Gigantischer Fehlbetrag" im Nieheimer Haushalt

Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz (links) und Kämmerer Dieter Becker

In der Nieheimer Stadtkasse gibt es ein Finanzloch von 3,2 Millionen Euro. Das geht aus dem Haushaltsentwurf fürs laufende Jahr hervor, den Kämmerer Dieter Becker am Abend (Do., 5.2.) im Rat vorgelegt hat. Die Rede war von einem „gigantischen Fehlbetrag“. 

Zwar erlaubt das Land NRW den Städten, einen Teil ihrer Fehlbeträge erst später auszuweisen. Dennoch muss die Stadt Nieheim 1,4 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage nehmen, um über die Runden zu kommen. 

Außerdem nimmt die Stadt drei Millionen Euro zusätzlich an Kassenkrediten auf. Die Eigenbetriebe eingerechnet, läge die Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende bei gut 3.000 Euro – das wäre eine Verdoppelung gegenüber dem letzten Jahr. 

Zu den größten Investitionen gehören mit zwei Millionen Euro die ersten Maßnahmen zur Sanierung der Stadthalle. Außerdem sind neue Feuerwehrgerätehäuser geplant. Bereits im Dezember hatte der Nieheimer Rat beschlossen, die Grundsteuern zu erhöhen.