Gutachten: Paderborner AfD-Politiker äußert sich unter anderem antisemitisch
Seit einigen Tagen gibt es ein neues, bundesweites Gutachten zur AfD – in Auftrag gegeben von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die Macher der Studie sagen: Die Partei ist verfassungswidrig. Eine Auswertung zeigt: Erneut wird auch der Paderborner AfD-Politiker Marvin Weber mehrfach mit unrühmlichen Zitaten erwähnt.
In einem Post im sozialen Netzwerk Telegram sprach Weber im September 2024 von der „ewigen historischen Sippenhaft“ – damit greife er das antisemitische Narrativ auf, wonach die Erinnerung an den Holocaust den Deutschen unrechtmäßig auferlegt werde.
In dem Gutachten werden Posts Webers aber auch als Belege für die Ideologie erwähnt, politische Gegner als Feinde des Volkes einzuordnen. Und auch im Kapitel unter der Überschrift Missachtung der Menschenwürde dienen Zitate des Paderborner AfD-Politikers als Beleg.
Weber tauchte auch bereits mehrfach im Verfassungsschutzbericht auf.
Familienbund der Katholiken fordert Politiker zum Handeln auf
Nach der Veröffentlichung des AfD-Gutachtens der Gesellschaft für Freiheitsrechte äußert sich auch der Familienbund der Katholiken aus Paderborn. Der Verein fordert die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene auf, die „notwendigen Konsequenzen zu ziehen“, auch in der Frage eines möglichen Parteiverbots.
Das Gutachten habe erneut gezeigt, dass die AfD Bestrebungen verfolgt, die mit den Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung unvereinbar seien.
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