Illegaler Handel mit Millionen Zigaretten: Salzkottener in U-Haft
In einer dreitägigen Aktion haben Zoll und Polizei einen illegalen Zigarettenhandel aufgedeckt und zerschlagen. Bundesweit sollen die Täter 80 Millionen Zigaretten verkauft haben. Der Steuerschaden liegt nach ersten Schätzungen bei 5,4 Millionen Euro.
Unter den vier vermutlichen Anführern ist auch ein Salzkottener. Er und seine drei mutmaßlichen Komplizen sitzen deshalb seit Ende Mai in Untersuchungshaft.
Das Quartett soll Produktion und Handel bundesweit professionell aufgezogen haben. Laut Zoll haben sie dafür in der Nähe von Koblenz eine Fabrik mit professionellen Maschinen eingerichtet. Auf dem Gelände lagerten rund 20 Millionen fertige Zigaretten, mehr als 16 Tonnen Tabak sowie massenweise Zigarettenhülsen und -schachteln.
Das Haus war aufwändig gedämmt und hatte eine Videoüberwachung, damit die Nachbarn nichts merken. Aus dem gleichen Grund waren dort auch mindestens elf Arbeiter eingeschlossen. Sie mussten laut Zoll in den Räumen unter „fragwürdigen Bedingungen“ leben.
Ob und wie sich der Salzkottener zu den Vorwürfen äußert, ist unklar.
Die Durchsuchungen und Festnahmen fanden schon Ende Mai statt, aus ermittlungstaktischen Gründen wurden die Informationen erst jetzt veröffentlicht.
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