'Verschlossene' Eingänge: Krankenhäuser im Hochstift protestieren gegen Reform
Hochstiftweit gibt es Proteste gegen die von Bundesministerin Nina Warken geplante Gesundheitsreform. Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge im Kreis Höxter hat eine Social Media-Kampagne gestartet – und es gibt auch Widerstand aus dem Kreis Paderborn.
Die KHWE befürchtet, dass konfessionelle Träger bei der Reform auf der Strecke bleiben. Die Vereinigung führt in einem Social Media-Video an, dass aktuell 75 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland rote Zahlen schreiben. Die KHWE gehöre nur deshalb nicht dazu, weil sie ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Arbeitsprozesse angepasst habe. Durch die Reform drohe der Vereinigung aber eine Belastung von zehn Millionen Euro jährlich. Damit sei die Belastungsgrenze erreicht. Das jetzt veröffentlichte Video sei der wichtigste Appell, den die KHWE in den vergangenen Jahren veröffentlicht habe.
Die Krankenhausgesellschaft NRW ruft für den kommenden Freitag (12.06.) zu bundesweiten Protesten gegen das Gesetz auf. Die St. Vincenz-Kliniken und das Brüderkrankenhaus in Paderborn beteiligen sich daran, indem sie ihre Haupteingänge symbolisch verschließen.