Skip to main content

Weitere Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn untersucht

Im Rahmen der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn hat die Unabhängige Kommission ihren dritten Jahresbericht veröffentlicht. Darin wird klar: Vor allem Heimkinder waren den Beschuldigten schutzlos ausgeliefert. Exemplarisch werden in dem neuen Bericht drei Fälle herausgestellt.

Im ersten Fall geht es um einen Kirchenorganisten im Erzbistum Paderborn. Er soll mehrere Jungen missbraucht haben. Einer der Übergriffe soll 1959 Lorenz Kardinal Jäger geschildert worden sein. Es folgten aber offenbar keine Konsequenzen.

In einem zweiten Fall soll ein ehemaliger Domchordirektor mindestens 15 Kinder missbraucht haben. Das Landgericht Paderborn verurteilte ihn 1968 zu einer Bewährungsstrafe. Später wurde er Pfarrvikar im Kreis Olpe. Dort war die Vorgeschichte nicht bekannt – es soll dort neun Opfer gegeben haben. Es folgte die zweite Bewährungsstrafe.

Der dritte Beschuldigte, ein Priester und Internatsleiter, wurde nach bekannt gewordenen Vorwürfen gegen ihn in den Ruhestand versetzt.

Hinweis der Redaktion: Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn hat den kompletten Bericht im Internet veröffentlicht. Vorab-Info: Dabei werden auch die Fälle und das Vorgehen der mutmaßlichen Täter teilweise ausführlich beschrieben. Bitte nur dann den Link zum Jahresbericht nutzen, wenn ihr meint, damit umgehen zu können.