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Missbrauchsstudie Salvatorianer: 32 bekannte Fälle in Hövelhof

Die zweite Phase der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und Gewalt in der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer ist gestartet. Eine Gruppe der Universität Kassel arbeitet mit ihrem Projekt „PrAGO“ sexualisierte Gewalt in den Ordensgemeinschaften der Salvatorianer und Armen-Brüder des heiligen Franziskus auf. 

Die meisten bekannten Fälle kommen aus Hövelhof. Von insgesamt 55 Betroffenen aus NRW und Baden-Württemberg haben mehr als die Hälfte Fälle am Salvator Kolleg in Hövelhof gemeldet. 32 Personen haben gesagt, dass sie dort Gewalt und/oder sexuellen Missbrauch erfahren haben. Sie alle waren im Zeitraum von 1952 bis 1978 am Salvator Kolleg untergebracht. 

Bis 2003 wurde die Einrichtung von den Salvatorianern betrieben. Die Ordensbrüder waren maßgeblich an Erziehung und Seelsorge der Jugendlichen beteiligt. Auf ihrer Internetseite ruft die Aufarbeitungsgruppe jetzt Zeitzeugen und Betroffene auf sich zu melden.