Missbrauchstäter Hengsbach: Paderborns Generalvikar Hardt informierte Essens Bischof Overbeck
Wann wusste wer was im Thema Franz Hengsbach? Diese Frage stellt sich seit der Vorstellung einer Studie zum ehemaligen Paderborner Weihbischof umso mehr.
Am Donnerstag (25.06.) wurde der Zwischenbericht der Studie veröffentlicht. Besonders fragwürdig ist eine Kommunikation der Bistümer Paderborn und Essen im August 2011. Damals informierte das Erzbistum Paderborn das Bistum Essen über konkrete Vorwürfe sexuellen Missbrauchs durch Franz Hengsbach.
Auf Radio Hochstift-Nachfrage erklärt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck jetzt, dass er damals von Paderborns Generalvikar Alfons Hardt informiert wurde – telefonisch und schriftlich.
Overbeck legte das Schreiben allerdings zur Seite, weil er sich nicht habe vorstellen können, dass sein Amtsvorgänger Hengsbach so etwas getan habe. Für diese Fehleinschätzung bat er jetzt um Entschuldigung.
Hintergrund: Die Studie hält mindestens vier Taten sexueller Gewalt durch Franz Hengsbach für belegbar.
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