Nach Paderborner Giftanschlag: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Fast genau drei Monate nach einem Giftanschlag mit einer Spritze in Paderborn-Elsen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie wirft einem 41-Jährigen versuchten heimtückischen Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll am 11. November seine Noch-Ehefrau angegriffen haben.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befand sich in der Spritze Pflanzenschutzmittel. Am Tag der Tat saßen die getrennt lebenden Eheleute nach einem Anwaltstermin gemeinsam im Auto, sie fuhr. In Elsen soll der Beschuldigte völlig überraschend die vorbereitete Spritze gezogen und der Frau den Inhalt injiziert haben. Sie erlitt einen Atemstillstand.
Eine Passantin sah den Übergriff, rief die Polizei und begann mit der Wiederbelebung. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass der Angeklagte dabei nur zum Schein half. Der 41-Jährige schweigt zur Tat und den Hintergründen, er hat nur den Namen des Pflanzenschutzmittels genannt. Die Frau konnte die Klinik nach neun Tagen verlassen. Der Prozess könnte im April beginnen.
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