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Nach Sturz in Paderborner Stadion: Frankfurt-Fan ist stabil

“Es ist dann einfach so ein Moment, in dem der Fußball zur Nebensache wird” - mit diesen Worten kommentierte Eintracht Frankfurt-Trainer Adi Hütter die Situation um den schweren Sturz eines Frankfurter Fans beim Spiel gegen den SC Paderborn am Samstag (07.11.). 

Der 47-Jährige war nach Angaben der Paderborner Polizei kurz vor dem Anpfiff aus dem Oberrang in den Unterrang gestürzt, als er versuchte, einen Trennzaun zu überklettern. Er verletzte sich lebensgefährlich. 

Nach Angaben des SC Paderborn ist der Fan mittlerweile außer Lebensgefahr. 

Während des Spiels in der Home Deluxe Arena herrschte teilweise schon gespenstische Stille, weil beide Fan-Lager ihren Support eingestellt hatten. 

Vor dem schweren Unfall allerdings setzten die Fans von Eintracht Frankfurt ihre Pläne in die Realität um, die Paderborner Innenstadt in Beschlag zu nehmen. 

Zwischen 10 Uhr und 12:30 Uhr trafen sich rund 1.200 Frankfurter Fans am Paderborner Rathaus und starteten einen bei der Polizei unangemeldeten Fanmarsch Richtung Stadion. Dabei kam es zu einem räuberischen Diebstahl in einem Innenstadtsupermarkt. 

Frankfurter Fans brannten vereinzelt Pyrotechnik, Böller und Rauchtöpfe ab. Teilweise urinierten Teilnehmende des Fanmarsches in anliegende Gärten. 

Am Stadion kam es bei den Einlasskontrollen der Gästefans zum Rückstau, sodass einige Personen die Kontrollen durchbrachen. Die Polizei unterstützte daraufhin den Ordnungsdienst und setzte vereinzelt den Schlagstock ein. Es kam hierbei auch zu Angriffen und Beleidigungen auf Polizeikräfte.