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Öffnet sich die Paderborner Uni für Militärforschung?

Foto: Besim Mazhiqi

An der Paderborner Uni fällt heute (Mi., 08.07.) mutmaßlich eine richtungsweisende Entscheidung für die kommenden Jahre. 

In der turnusmäßigen Senatssitzung entscheidet das 40-köpfige Gremium über die Umformulierung der sogenannten Zivilklausel. Bislang gibt es eine strikte Selbstverpflichtung der Uni, die Arbeit auf friedliche und zivile Zwecke auszurichten. 

In der neuen Fassung der Zivilklausel heißt es wörtlich: „Die Universität Paderborn leistet einen Beitrag zu einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft.“ Ein Verbot nicht-ziviler Forschung gäbe es damit nicht mehr – es wären also auch Kooperationen beispielsweise mit der Bundeswehr oder der Rüstungsindustrie möglich.

Dies wird von einigen Studierendengruppen bereits massiv kritisiert – sie protestierten in den vergangenen Tagen auf dem Paderborner Uni-Gelände. Das neue Hochschulstärkungsgesetz des NRW-Wissenschaftsministeriums betont allerdings auch eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.