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Paderborn will Bestattungsgebühren teilweise um das Vierfache erhöhen

Westfriedhof Paderborn Archivbild

In Paderborn soll der Großteil der Friedhofs- und Bestattungsgebühren steigen. Das liegt laut Stadt daran, dass sie laut Gemeindeordnung keine Miesen in dem Bereich machen darf. Die Kosten werden deshalb steigen, nur ein Urnen- bzw. Sarggrab wird etwas günstiger. 

Eine letzte Ruhestätte in einem Friedgarten wird in Paderborn fast 25 Prozent teurer. 

Am meisten steigen die Kosten aber für die Nutzung eines ehemaligen Obduktionsraums. Der wird von der Polizei nicht mehr gebraucht, deshalb fallen Einnahmen weg. Die Stadt darf den Raum aber nicht subventionieren. Er wird mittlerweile für Waschungen von muslimischen Verstorbenen genutzt. Das soll in Zukunft nicht mehr gut 120, sondern fast viermal so viel – rund 430 Euro kosten. 

Kühlzellen auf den Friedhöfen werden auch weniger gebraucht und deshalb teurer. Die Aufbewahrung einer Leiche soll nicht mehr rund 260, sondern fast 440 Euro kosten. 

Der Paderborner Rat entscheidet Mitte November über die neuen Gebühren.