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Paderborner Projekt 'Zeit ohne Zeugen' bekommt Margot Friedländer-Preis

Die Preisträgerinnen und Preisträger von "Zeit ohne Zeugen" Foto: Margot Friedländer Stiftung

Das Paderborner Bildungsprojekt Zeit ohne Zeugen hat die hochkarätige Jury der Margot Friedländer-Stiftung überzeugt. Das Konzept des BDKJ hat in Berlin den Projektpreis der Stiftung verliehen bekommen. Die Initiative setzte sich gegen 183 weitere Bewerber durch.

Bei Zeit ohne Zeugen beschäftigen sich Jugendliche mit dem Nationalsozialismus.

Für die Paderborner Initiatoren ist der Preis eine Bestätigung und Motivation zugleich. Die Stiftung ist benannt nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer und ehrt Projekte, die sich für Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie einsetzen. 

Dafür ist Zeit ohne Zeugen ein Vorzeigeprojekt, was die Auszeichnung bestätigt: Da es immer weniger lebende Zeitzeugen gibt, nutzt die Paderborner Initiative digitale Wege wie Virtual Reality. 

Mit VR-Brillen können die Teilnehmenden zum Beispiel das Anne Frank-Haus in Amsterdam erkunden oder die Gedenkstätte Auschwitz überfliegen. Die Idee dazu entstand während der Corona-Pandemie, als gemeinsame Fahrten zu echten Gedenkstätten kaum möglich waren.