Senat der Paderborner Uni kippt Zivilklausel - Militärforschung möglich
Jetzt ist es amtlich: Die Uni Paderborn öffnet sich für die Militärforschung.
Am Vormittag (Mi., 08.07.) hat der Senat der Hochschule die langjährige, sogenannte Zivilklausel der Hochschule grundlegend verändert. Es gab dort eine breite Mehrheit für die neue Version.
„Forschung, Lehre und Studium sowie Transfer an der Universität Paderborn erfolgen in wissenschaftlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung für Frieden, Demokratie und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.“ So lautet der neue Satz in der Grundordnung der Uni Paderborn.
Die jahrelang enthaltene Selbstverpflichtung, ausschließlich zu zivilen Zwecken zu forschen und zu lehren, ist Geschichte. Ab sofort sind also beispielsweise auch Kooperationen mit der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie möglich.
Einige Studierendengruppen haben direkt nach der Entscheidung weitere Protestaktionen angekündigt: „Wir bleiben friedlich, aber wir werden sicher nicht leise sein.“.
Unter anderem die Studierendengruppe SDS kritisiert auch die aus ihrer Sicht mangelhafte Kommunikation der Uni-Leitung im Vorfeld der Entscheidung.
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