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Unfallzahlen im Kreis Paderborn: Viel Licht, einige Herausforderungen

Behördenchef Landrat Christoph Rüther, Leitende Polizeidirektorin Margit Picker und Verkehrsdirektionsleiter Andreas Koptik (v.l.)

Auf den Straßen im Kreis Paderborn hat die Polizei im vergangenen Jahr rund 10.300 Unfälle gezählt. Das sind laut Jahresstatistik genau 20 mehr als 2024. 

Erfreulich ist, dass es weniger Verletzte und Getötete gegeben hat. Knapp 1.250 Menschen haben bei Verkehrsunfällen im Kreis Paderborn Verletzungen erlitten, das ist ein Rückgang um sechs Prozent. Die Zahl der verletzten jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren sank auf einen Fünf-Jahres-Tiefstand. Zehn Unfälle im Kreisgebiet endeten tödlich, drei weniger als 2024. 

Gleichzeitig registrierte die Polizei im Vorjahr wesentlich mehr verunglückte Menschen ab 65, oft durch Rad- oder Pedelecunfälle. Auch die Zahl der Unfälle von jungen Leuten mit Scootern stieg deutlich. Um gegenzusteuern, organisiert die Kreispolizei Trainings und Infokampagnen zu Scootern, Pedelecs und Fahrradhelmen. 

Unfallfluchten im Kreis Paderborn unverändert häufig

Das Problem der Fahrerfluchten bleibt im Kreis Paderborn unverändert.  Im vorigen Jahr zählte die Polizei genau 1.913 Fälle von unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Das sind genau 13 weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings konnten die Ermittler knapp 780 Unfallfluchten aufklären, das entspricht knapp 41 Prozent. Noch größer ist im Kreis Paderborn das Risiko bei Flucht nach einem Unfall mit Verletzten. Jeden zweiten dieser Fahrerinnen und Fahrer fand die Polizei. Je nach Ausmaß des Schadens drohen hohe Strafen.  

Verkehrsverstöße im Kreis Paderborn nehmen zu

Die Polizei im Kreis Paderborn hat im vorigen Jahr rund 50.000 Verkehrsverstöße gezählt. Das ist im Vergleich zu 2024 ein Plus von sieben Prozent. Den mit Abstand größten Anteil haben die rund 30.000 Verstöße gegen Tempobeschränkungen, sie machen knapp zwei Drittel der Gesamtzahl aus. Auf Platz zwei folgen Verstöße von und gegen Radfahrenden mit einem Anteil von 6,3 Prozent. Auf den letzten Plätzen folgten Handy sowie Alkohol und Drogen am Steuer.
Beim letzten Punkt geht es meistens um Cannabis.