Vergessenes Dorf bei Borgentreich entdeckt
Ein Ausgrabungsteam des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe hat bei Borgentreich die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung entdeckt. Neben Spuren vergangener Holzhäuser und Keramikscherben aus dem 10. und 11. Jahrhundert wurde dabei auch das massive Steinfundament eines Kellers freigelegt.
Die jetzt in Borgentreich gefundene Siedlung Echene war den Forschenden aus historischen Quellen bekannt, doch bisher konnte niemand sagen, wo genau sie sich befand. Die Echene war 944 erstmals erwähnt worden – die letzten Nachrichten zu dieser Siedlung stammten aus dem 15. Jahrhundert.
Danach geriet sie bis zur Neuentdeckung vor ein paar Wochen in Vergessenheit. Die Entdeckungen lassen laut dem LWL erste Rückschlüsse auf den Aufbau der Siedlung zu. Zu den ältesten entdeckten Gruben zählen die Pfostenlöcher einer Holzbebauung. Die Funde werden jetzt dokumentiert und geborgen, bevor an der Stelle in Borgentreich eine Stromleitung für Windenergieanlagen verlegt wird.
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