Verteidigung fordert in Wirtschaftsprozess Freispruch für Paderborner Angeklagten
In einem der größten Wirtschaftsprozesse des Hochstifts haben jetzt auch die Verteidiger des Hauptangeklagten ihre Plädoyers gehalten. Dem Unternehmer Edgar K. wird vorgeworfen, zahlreiche Anleger um Geld in Millionenhöhe betrogen zu haben.
Die Verteidigung forderte einen Freispruch für ihren Mandanten – oder zumindest eine milde Bewährungsstrafe. Aus ihrer Sicht sei in diesem Prozess einiges „quer gelaufen“: Zum Beispiel sei die Befragung von geschädigten Zeugen ihrer Meinung nach vorverurteilend gewesen.
Edgar K. habe nicht vorgehabt, seine Kunden um Geld zu betrügen – er habe nur den Umsatz seines Unternehmens steigern wollen. Dass seine Firma zu dem Zeitpunkt schon gescheitert war, sei dem 56-Jährigen womöglich gar nicht bewusst gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hatte vor dem Paderborner Landgericht eine Haftstrafe von mehr als fünf Jahren gefordert.
Nach rund zweieinhalb Jahren Prozess soll es am 10. Juli ein Urteil geben.
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