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Vorwürfe gegen insolventes Delbrücker Unternehmen Paragon

EXKLUSIV Die angespannte, finanzielle Lage beim Delbrücker Unternehmen Paragon beschäftigt bald auch das Paderborner Arbeitsgericht. In den nächsten Monaten werden dort mindestens zwei sogenannte Kündigungsschutzklagen verhandelt. 

Der Konzern hatte für die Paragon GmbH und zwei weitere Gesellschaften der Paragon-Gruppe Insolvenzanträge gestellt. In einer Erklärung hatte das Unternehmen betont: Paragon sei profitabel und verfüge über einen erheblichen Auftragsbestand. Die aktuell leeren Kassen seien auf eine vereinbarte aber ausgebliebene Zahlung eines indischen Investors in Millionenhöhe zurückzuführen. 

Nach Radio Hochstift-Informationen gab es allerdings schon im Frühjahr dieses Jahres Kündigungen bei Paragon in Delbrück. Außerdem wurden Gehälter von Mitarbeitenden bereits seit dem Sommer 2025 zum Teil verspätet gezahlt oder in zwei Tranchen überwiesen. 

Nach unseren Informationen konnten außerdem externe Dienstleister, Handwerker und Zulieferer mehrmals nicht fristgerecht bezahlt werden. 

Paragon hat sich auf Radio Hochstift-Anfrage nicht zu den Vorwürfen geäußert.

 

Ausgangspunkt unserer Recherche zu diesem Thema war ein anonymer Hinweis. Ihr möchtet auch auf einen Missstand im Hochstift hinweisen? Nutzt gerne unser Radio Hochstift-Formular für anonyme Hinweise