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Stars & Sternchen

Köln | «The Masked Singer»: Das ändert sich jetzt

Rolf Vennenbernd/dpa | Moderator Matthias Opdenhövel führt erneut durch die Show. (Archivbild)

Fernsehen

Köln (dpa) - Bei «The Masked Singer» bleibt zwar das Wichtigste unter Verschluss: Promis werden weiterhin voluminöse Kostüme übergestülpt, um ihre wahre Identität zu verbergen. Ansonsten schnürt ProSieben das Konzept seiner Musikrätsel-Show aber kräftig auf. Los geht es am Mittwoch (16. September, 20.15 Uhr, ProSieben und Joyn). Das sind die größten Neuerungen.

1. «The Masked Singer» ist nicht mehr live

«Wetten, dass..?», «Schlag den Raab», «Let`s Dance»: Live-Fernsehen hat etwas Romantisches. Alles passiert genau in diesem Moment - und wenn etwas schiefgeht, passiert es ebenfalls genau in diesem Moment. Das ist allerdings auch ziemlich aufwendig. Wenn direkt und ohne doppelten Boden vom Studio in die Wohnzimmer gesendet wird, muss alles zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle stehen - sonst wird es rasch peinlich.

Jahrelang gehörte auch «The Masked Singer» zu dieser Gattung Fernsehunterhaltung - und war wegen seiner Spezifika sogar noch etwas komplexer. Über Wochen mussten die maskierten Promis abgeschirmt werden und ihre Terminkalender auf die Live-Auftritte in Köln abstimmen. Ein immenser logistischer Aufwand.

In der neuen Staffel ändert sich das nun - die Shows sind voraufgezeichnet. Der Sender begründet das unter anderem mit der damit vereinfachten Personal-Akquise. «Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat», erläuterte Show-Chef Hannes Hiller. In anderen Ländern, in denen die Show ebenfalls läuft, sei das Usus - seit jeher werde dort aufgezeichnet. 

Welchen Top-Promi ProSieben dadurch ködern konnte, wird eine sehr interessante Frage sein. Tatsächlich fragte man sich in den vergangenen Jahren manchmal im Stillen, wen der Sender noch alles unter eine Maske stecken will - Deutschlands Promi-Pool ist schließlich keine unerschöpfliche Ressource. Und es startet nun die bereits 13. Staffel.

2. Neuer Entscheidungsmodus

Früher durfte das Fernsehpublikum zu Hause entscheiden, welcher Promi seine Maske ablegen muss - bekam er zu wenige Stimmen, musste er sich aus seinem Schildkröten-, Dalmatiner-, Discokugel- oder Was-auch-immer-Outfit schälen. Nun ist die Show aufgezeichnet, aber irgendjemand muss ja trotzdem demokratisch entscheiden, wer rausfliegt. Deshalb wandert die Demokratie vom heimischen Sofa ins Studio: Dort bestimmt fortan das Saal-Publikum, wer seine Maske ablegen muss. Für die Shows konnte man ganz normal Tickets kaufen. 

3. Neue Taktung

«The Masked Singer» hat einen natürlichen Höhepunkt, auf den alles zusteuert: die Enttarnung eines Promis und das große «Was, der?»-Gestaune im Publikum. Früher ging die Show mit diesen Momenten durchaus spärlich um - oft steuerte das Geschehen in einem stundenlangen Spannungsbogen auf einen einzigen solchen Augenblick zu. 

Wie bei so vielem in unseren Zeiten (Social Media, KI-Entwicklung, Verfallsdatum von Trends) wird nun aber auch bei «Masked Singer» am Tempo gedreht. In den ersten vier Shows (von insgesamt sechs) treten jeweils vier Masken an - von denen zwei direkt gelüftet werden. Die anderen beiden kommen direkt ins Halbfinale. Es wird also recht rasch viele Demaskierungen und Entscheidungen geben.

4. Noch mehr Masken

«The Masked Singer» wird in Köln produziert, der wegen seiner Karnevalsbegeisterung vielleicht kostümierungsaffinsten Stadt Deutschlands. Die Tusch-und-Schunkel-Zeit hat zwar noch nicht begonnen, aber ProSieben zeigt auf der Bühne schon einmal eine Art Messe der Maskierungsideen. Ganze 16 Masken sollen zur Aufführung kommen - so viele wie noch nie in dem Format. 

Ein paar hat der Sender auch schon enthüllt. Mit dabei ist etwa ein «Erdbär», also Bär plus Erdbeere. Und «Bubble», eine Art Michelin-Männchen aus Luftpolsterfolie.

... und was bleibt?

Bei aller Umbauarbeit bleibt aber eines beim Alten: Matthias Opdenhövel (56) führt durch die Show. Auch im Rateteam gibt es bekannte Gesichter: Moderatorin Verona Pooth und Komiker Chris Tall werden die ersten Tipps abgeben, welche Promis sich unter den Masken verstecken. Sie hatten bereits in der zwölften Staffel über diese Frage gegrübelt. Nun dürfen sie von vorn anfangen.

© dpa-infocom, dpa:260911-930-668148/1

Rolf Vennenbernd/dpa | Um diesen Pokal geht es: Bei «The Masked Singer» treten Promis in Kostümen gegeneinander an. (Archivbild)