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Venedig | Ex-Freundin von Musk: 40 Millionen Euro Schweigegeld
Filmfestspiele Venedig
Venedig (dpa) - Zur Premiere einer neuen Dokumentation über Elon Musk sorgt eine brisante Anschuldigung seiner Ex-Freundin für Aufsehen. Ashley St. Clair sagte in der Pressekonferenz bei den Filmfestspielen Venedig, ihr seien 40 Millionen Euro geboten worden, damit sie nicht in der Doku auftritt. Eine Stellungnahme Musks zu der Behauptung lag zunächst nicht vor. Auch auf dpa-Anfrage äußerte sich Musk zunächst nicht. Der Unternehmer äußerte sich in der Vergangenheit aber mehrmals abfällig über das Filmprojekt.
St. Claire enthüllte im Februar 2025, dass sie die Mutter von einem von Musks Kindern ist. Sie ist in der fast vierstündigen Doku als Interviewpartnerin zu sehen. Dort sagt sie, ihr sei viel Geld geboten worden, damit sie nicht öffentlich mache, wer der Vater ist. Regisseur Alex Gibney führte in Venedig aus, er habe für die Doku erfolglos versucht, mit Musk ins Gespräch zu kommen.
Doku kritisiert Musks Verstrickung in US-Unternehmen
Seine Doku thematisiert Musks Aufstieg und vor allem die Frage, wie ein einzelner Mann so viel Einfluss gewinnen konnte. Gibney kritisiert etwa, dass Musks Unternehmen eng mit dem US-Verteidigungsapparat und der US-Raumfahrtbehörde zusammenarbeiten und Mitarbeiter seines Umfelds gleichzeitig im Rahmen einer Kostensenkungs-Inititiative von Präsident Donald Trump weitreichenden Zugriff auf sensible staatliche IT-Systeme und persönliche Daten erhielten.
Der Filmemacher spekuliert darüber, was mit solchen Informationen geschehen könnte, vor allem angesichts der Tatsache, dass Musk auch ein Unternehmen für Künstliche Intelligenz besitzt.
Die Doku behauptet auch, dass Elon Musk die Republikaner im US-Wahlkampf wohl auch aus Eigeninteressen mit enormen Summen unterstützte: Seine Firmen (darunter Tesla und SpaceX) sahen sich unter der Regierung von Trump-Vorgänger Joe Biden zahlreichen behördlichen Untersuchungen ausgesetzt. Es wird ein Video-Interview mit Musk von Oktober 2024 eingeblendet, in dem dieser in Bezug auf Trump sagt: «Wenn er verliert, bin ich am Arsch. Was glaubst du, wie lange meine Haftstrafe sein wird?»
Musk spricht von «Schmutzkampagne»
Gibney untersucht verschiedene Episoden aus Musks Karriere und stellt dabei die Selbstdarstellung des Unternehmers infrage. Unter anderem geht es um Musks Rolle bei Tesla und den Umgang mit dem Mitgründer und ursprünglichem Chef Martin Eberhard, nachdem der heutige Tech-Milliardär als früher Investor die Kontrolle bei dem Elektroautobauer übernommen hatte.
Eine These des Films ist, Musk habe seinen Erfolg nicht zuletzt der Fähigkeit zu verdanken, große Visionen zu verkaufen und fragwürdige Behauptungen als Tatsachen erscheinen zu lassen.
Elon Musk reagierte auf die Ankündigung der Dokumentation im März 2023 mit den Worten: «It`s a hit piece» (dt. etwa: Es ist eine Schmutzkampagne). Der Regisseur konterte wenig später mit der Frage: «How would you know?» (Woher wollen Sie das wissen?).
© dpa-infocom, dpa:260909-930-656052/1
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