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Cupertino | Apples Airpods Max 2: Neue Tricks in gewohnter Hülle

Andrej Sokolow/dpa-tmn | Zu den erweiterten Funktion der Airpods Max 2 gehören etwa Live-Übersetzungen, Konversationserkennung und die Möglichkeit, auf Ansagen der Sprachassistentin Siri mit Nicken oder Kopfschütteln zu reagieren.

Angeschaut und ausprobiert

Cupertino (dpa/tmn) - Gute fünf Jahre hat es gedauert, bis Apple seinen Kopfhörern AirPods Max eine zweite Generation spendierte. Eines hat sich dabei überhaupt nicht verändert: Das Design samt der verwendeten Materialien. 

Auch die Max 2 fallen mit dem markanten Bogen mit Netz auf, der die Aluminium-Ohrmuscheln verbindet. Sogar die ungewöhnliche Hülle, die nur die Alu-Schalen schützt und dafür sorgt, dass sich der Akku nicht entlädt, gibt es weiterhin.

Eine technische Aufholjagd in die Gegenwart

Das Neue steckt unter der Haube. Mit dem H2-Chip holt die zweite Max-Generation bei den Funktionen schließlich die populären AirPods-Pro-Ohrhörer ein.

Die Liste der AirPods-Fähigkeiten, auf die Besitzer der ersten Max-Generation (inklusive des zwischenzeitlichen Updates mit dem Umstieg von Apples hauseigener «Lightning»-Kabelbuchse auf USB-C) verzichten mussten, ist inzwischen recht lang geworden. 

  • Dazu gehören etwa Live-Übersetzungen
  • Die Konversationserkennung, die bei Unterhaltungen automatisch die Wiedergabe-Lautstärke senkt 
  • Die Möglichkeit, auf Ansagen der Sprachassistentin Siri mit Nicken oder Kopfschütteln zu reagieren. 

Das alles funktioniert auf den Max 2 genauso gut wie auf den AirPods-Ohrstöpseln.

Gewohnter Klang - nur besser?

Das Alleinstellungsmerkmal der AirPods Max ist aber vor allem der Sound - und die zweite Generation soll da an den Erfolg des Originals anschließen. Die Max 2 bekamen einen neuen Verstärker mit hohem Dynamikbereich. Apple verspricht dadurch klareren Klang und eine bessere Ortung der Instrumente bei Musik in 3D-Audio als beim ursprünglichen Modell.

Hört man den Unterschied? Apple selbst betont, dass bei der neuen Generation die gewohnte «Klangsignatur» der Max erhalten bleibe. Das stimmt auf jeden Fall. Bei langer Nutzung fällt dann aber immer wieder mal auf, dass manche Details klarer durchkommen - und zugleich das Klangbild insgesamt etwas schärfer ist. 

Eine Offenbarung - Boah, klingt das besser! - bleibt aber aus. Was ein Beleg dafür sein dürfte, was für ein großer Wurf Apple 2020 mit den Max gelungen war.

Ein Kritikpunkt damals war, dass die ursprünglichen AirPods Max kein verlustfreie codiertes Audio digital wiedergeben konnten, das eine bessere Soundqualität bieten soll. In den Max 2 kann man «Lossless»-Musik hören. Dafür muss man sie mit einem USB-C Kabel direkt an die Buchse eines Wiedergabegeräts wie etwa eines iPhones anschließen.

Apple empfiehlt das mitgelieferte Kabel, tatsächlich kann man dafür jedes USB-C-Kabel des Konzerns verwenden - und auch mit jedem hochwertigen Kabel anderer Hersteller sollte das genauso gut funktionieren. 

Hört man den feinen Lossless-Unterschied?

Eine Debatte unter Fans und Experten ist seit Jahren, ob die Ohren von Normalverbrauchern überhaupt den Unterschied zwischen den Lossless-Codecs und dem Bluetooth-Funk mit seinen klanglichen Einschränkungen überhaupt hören können. Vielleicht ist es ein Placebo-Effekt, aber mit der Zeit kann man glauben, manchmal feine Unterschiede zu erkennen. Etwa, dass Instrumente noch klarer definiert klingen und der Sound etwas leuchtender wird. 

Zugleich sind die AirPods Max 2 nur in der Lage, Lossless-Audio mit 24 Bit und 48 kHz wiederzugeben. Apple selbst bietet in seinem Streaming-Dienst unterdessen auch Musik in noch besserer Qualität in der Stufe Hi-Res Lossless (24 Bit/192 kHz) an. Man muss dafür aber einen externen Digital-Analog-Wandler dazwischenschalten.

Keine bessere Stimmaufnahme in der EU

Eine Funktion der Max 2, die es in der EU vorerst nicht gibt, ist die «Aufnahme in Studioqualität», die es etwa Podcastern oder Sängern ermöglichen soll, ihre Stimme mit besserem Klang aufzuzeichnen. Wie schon bei den AirPods Pro 3 sieht Apple die Vorgaben des europäischen Digitalgesetzes DMA (Digital Markets Act) zur Interoperabilität mit Geräten anderer Hersteller als eine aktuelle Einschränkung dafür.

Fazit: Die AirPods Max sind auch in der zweiten Generation mit einem Preis von 579 Euro nicht billig - aber der Sound und die nahtlose Integration ins Ökosystem des iPhone-Konzerns machen sie für Vielnutzer von Apple-Geräten attraktiv. Mit dem Update auf den H2-Chip schließen die Max 2 zu den Funktionen der aktuellen AirPods Pro auf.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-891063/1

Andrej Sokolow/dpa-tmn | Die Airpods Max 2 fallen mit dem markanten Bogen mit Netz auf, der die Aluminium-Ohrmuscheln verbindet.

Apple Inc./dpa-tmn | Apple verlässt sich bei den Max 2 exakt auf das bisherige Design und die gewohnte Bedienung.

Apple Inc./dpa-tmn | Hightech für unterwegs: Mit optimierter Audioverarbeitung und neuen Algorithmen sollen die AirPods Max 2 ein verbessertes Hörerlebnis bieten.