Mainz | Amiri schießt Mainz zum Sieg gegen Augsburg
Bundesliga
Mainz (dpa) - Dank der Nervenstärke von Nadiem Amiri hat der FSV Mainz 05 die Abstiegsplätze in der Fußball-Bundesliga verlassen und sich in die perfekte Vorkarnevalsstimmung gebracht. Der Nationalspieler traf beim 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg in der 8. und 80. Minute jeweils vom Elfmeterpunkt.
Durch den Sieg vor 31.111 Zuschauern kletterte das Team von Trainer Urs Fischer mit 21 Punkten vorerst auf Rang 13. Augsburg hat als Tabellenzwölfter einen Zähler mehr auf dem Konto. Neben Doppeltorschütze Amiri glänzte bei den Mainzern vor allem der starke Torwart Daniel Batz mit einigen Glanztaten.
Zweifelhafter Strafstoß hilft Mainz
Die Hausherren hatten sich für die Partie bereits ihre bunten Fastnacht-Trikots übergestreift. Auch viele FSV-Fans waren in bunten Kostümen erschienen - und durften schon früh jubeln. Nach einem Zweikampf im Augsburger Strafraum zwischen Elvis Rexhbecaj und dem Mainzer Abwehrchef Stefan Bell entschied Schiedsrichter Patrick Ittrich auf Strafstoß, der auch nach einer minutenlangen Überprüfung des Video-Assistenten Bestand hatte. Amiri verwandelte sicher.
Die Gäste hätten beinahe die perfekte Antwort geliefert, als Alexis Claude-Maurice nur 120 Sekunden später mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Batz scheiterte. Knapp zehn Minuten danach rettete der 35 Jahre alte Schlussmann der Mainzer gegen den Franzosen erneut spektakulär. Und auch Mert Kömür (26.) konnte Batz aus spitzem Winkel nicht überwinden.
Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt längst das aktivere Team. Mainz kam kaum noch zu Offensivaktionen. Der in der Winterpause aus Augsburg geholte Stürmer Philipp Tietz wurde von seinen ehemaligen Teamkollegen völlig abgemeldet, dabei hatte er vor dem Anpfiff noch zuversichtlich erklärt: «Ich möchte mich natürlich von meiner besten Seite zeigen.»
Zweiter Strafstoß entscheidet das Spiel
Kurz vor der Pause sorgte Sturmpartner Silas immerhin noch einmal für Gefahr, doch der Kopfball des Winter-Neuzugangs geriet etwas zu schwach. Auch die erste Chance nach dem Wechsel gehörte dem Mainzer Angreifer, doch wieder fehlte beim Abschluss die Präzision. So hatte Finn Dahmen im FCA-Tor beide Male keine Mühe.
Nach gut einer Stunde war dann Schluss für Silas. Für ihn kam Sheraldo Becker. Die Leihgabe vom spanischen Erstligisten CA Osasuna belebte die Offensive der Mainzer - auch wenn eine ganz große Möglichkeit zunächst ausblieb. Die hatten vielmehr die Augsburger, doch Kömür scheiterte wie schon in der ersten Halbzeit am glänzend reagierenden Batz.
Wenig später dann die Entscheidung. Amiri setzte zum Dribbling an und wurde im Strafraum von Anton Kade zu Fall gebracht. Dieses Mal gab es keinen Zweifel an der Elfmeter-Entscheidung von Ittrich. Wie schon im ersten Duell vom Punkt blieb Amiri gegen FCA-Keeper Dahmen der Sieger.
© dpa-infocom, dpa:260207-930-656286/1
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