Borgentreicher Waffennarr lässt erneut Prozess platzen
Vor dem Warburger Amtsgericht ist heute (26.6.) zum wiederholten Male der Prozess gegen einen mutmaßlichen Waffennarren aus Borgentreich geplatzt. Bei dem inzwischen in Dessau lebenden Mann waren vor mittlerweile acht Jahren fünf Gewehre, 14 halbautomatische Pistolen und bis zu zwei Tonnen an Kriegswaffenmunition gefunden worden.
Geplante Prozess-Termine gegen den heute 61-Jährigen sind schon mehrfach gescheitert. In einigen Fällen hat der Borgentreicher kurz vorher ein ärztliches Attest vorgelegt.
Diesmal fehlte er aber ohne Entschuldigung. Selbst seine aus Dessau angereiste Verteidigerin hatte zuletzt kaum noch Kontakt zu ihm und wusste nicht, ob ihr Mandant nach Warburg kommt.
Die Staatsanwaltschaft hat jetzt erneut einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Waffen-Narren beantragt. Es wird aber erwartet, dass der frühere Zahnarzt dagegen Beschwerde einlegt, über die dann das Paderborner Landgericht entscheiden müsste.
Ein Gutachten aus dem Februar letzten Jahres hatte ergeben, dass der Borgentreicher bis zu fünf Stunden am Stück verhandlungsfähig ist.
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