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Nach Messerangriff am Paderborner Westfalen-Kolleg: Zeugen sollen Videos hochladen

Ein Messerangriff hat das Westfalen-Kolleg in Paderborn in einen Ausnahmezustand versetzt. An der Einrichtung am Fürstenweg wurde gestern Mittag (Mi., 08.10.) Amok-Alarm ausgelöst. Eine Schülerin erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen.

Als dringend tatverdächtig gilt ein 25 Jahre alter Schüler des Westfalenkollegs. Er soll in der Sporthalle auf sein Opfer eingestochen haben. Wenig später meldete er sich bei der Polizei. Er konnte kurz danach am Padersee festgenommen werden.

Die Hintergründe der versuchten Tötung sind noch unklar, die Ermittlungen laufen. Die Polizei hat ein Hinweisportal geschaltet, auf dem Zeugen Videos und Fotos hochladen können. 

Um jede Gefahr auszuschließen, durchkämmten schwer bewaffnete SEK-Polizisten am Nachmittag die Weiterbildungseinrichtung. Sie fanden aber nichts. So lange blieben die 250 Schülerinnen und Schüler in den Klassenräumen.

Die Polizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Heute Unterricht am Westfalen-Kolleg 

Laut der Bezirksregierung Detmold versucht die Weiterbildungseinrichtung, „einen Umgang mit dieser emotionalen Situation zu finden.“ Gestern Abend seien die Schülerinnen und Schüler durch die Schulleitung darüber informiert worden, dass der Unterricht heute (Do., 09.10.) stattfinden.

Allerdings stünden Gesprächsangebote im Mittelpunkt. Die Klasse, die das Opfer besucht, werde intensiver begleitet.

Die Schulleitung des Paderborner Westfalen-Kollegs bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit den Notfallseelsorgern der Feuerwehr und der schulpsychologischen Beratungsstelle. Alle Akteure blieben in Kontakt, um den Schülerinnen und Schülern auch in der Ferienzeit Angebote zu machen.