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Bombendrohung am Hauptbahnhof Paderborn: Viele Hotelgäste kamen im Kreishaus unter

Der Paderborner Hauptbahnhof ist am späten Abend (19.01.) für mehrere Stunden gesperrt gewesen. 

Grund war eine telefonische Bombendrohung, die gegen 22 Uhr einging. Polizeikräfte aus Paderborn und Bielefeld sperrten das Bahnhofsgelände vorsichtshalber sofort ab und räumten es. 

Von den Sicherheitsmaßnahmen ist auch das im Bahnhof integrierte Hotel betroffen gewesen. Nach Radio Hochstift-Informationen mussten etwa 100 Hotelgäste das Gebäude für mehrere Stunden verlassen. Nach Angaben des Kreises Paderborn kam ein Großteil von ihnen im nahegelegenen Kreishaus unter – dort konnten sie während des Wartens die Toiletten nutzen. Der Padersprinter stellte Busse für den Pendelverkehr zur Verfügung, auch ein Feuerwehrwagen war dafür im Einsatz. 

Etliche Züge konnten aufgrund der Drohung in der Zeit nicht durch den Paderborner Hauptbahnhof rollen. 18 Züge wurden nach Angaben der Bundespolizei umgeleitet, 23 waren verspätet. Sie sammelten dadurch mehr als 2.200 Verspätungsminuten, das entspricht 37 Stunden. 

Polizisten und Sprengstoff-Spürhunde durchsuchten anschließend das Gelände, fanden aber nichts. Nach sechs Stunden - gegen vier Uhr morgens - kam dann die Entwarnung und die Sperrung wurde wieder aufgehoben. 

Die Ermittler gehen in ihrer Einschätzung von einer gezielten Falschinformation ohne konkrete Gefahr aus. Die Hintergründe sind unklar, die Fahndung nach dem Täter läuft.