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Borgentreicher Waffennarr zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Amtsgericht in Warburg

EXKLUSIV Das Warburger Amtsgericht hat einen Schluss-Strich unter ein Verfahren gezogen, das seit neun Jahren läuft. Es verurteilte einen Waffennarren wegen des fahrlässigen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr. Der Angeklagte selbst war beim Prozess nicht anwesend.

Der mittlerweile 62-Jährige hatte in den letzten Jahren immer wieder Prozesse platzen lassen – oft in letzter Minute. Deshalb war er an seinem neuen Wohnort Dessau in Untersuchungshaft genommen worden. Dort erlitt er einen schweren Schlaganfall. 

Kurz vor dem Prozess war er zwar noch von der JVA Leipzig nach Bielefeld gebracht worden. Weil er sich von dem Schlaganfall aber immer noch nicht erholt hat, verzichtete das Warburger Amtsgericht darauf, ihn zum Prozess bringen zu lassen. 

In der Borgentreicher Wohnung des ehemaligen Zahnarztes waren im Jahr 2017 fünf Gewehre, 14 halbautomatische Pistolen und rund zwei Tonnen an Kriegswaffenmunition gefunden worden.