Ehemaliger Paderborner Weihbischof Wiesemann will Zölibat lockern
Der ehemalige Paderborner Weihbischof Karl-Heinz Wiesemann ist dafür, dass Priester nicht mehr zwingend zölibatär leben müssen. Seit 2007 ist Wiesemann Bischof von Speyer.
Über den revolutionären Vorschlag hat Wiesemann mit der Katholischen Nachrichtenagentur gesprochen. Er plädiere dafür, den Pflichtzölibat als Bedingung für den Priesterberuf aufzuheben.
Zur Begründung, sagte der Bischof, dass die Kirche viele gute Leute verliere, weil sie den Zölibat nicht leben könnten oder wollten. Außerdem verliere die Kirche ebenso viele gute Leute, die sich wegen des Zölibats erst gar nicht für den Priesterberuf entscheiden würden.
Wiesemann schlägt stattdessen vor, dass für Priester zunächst auch eine Art Ehelosigkeit auf Zeit möglich sein soll, bevor ein ewiges Gelübde abgelegt wird. das Zölibat sollte keine Bedingung für ein Priesteramt sein.
Wiesemann wurde in Herford geboren, studierte in den Jahren 1979 bis 1986 Katholische Theologie und Philosophie in Paderborn und Rom. Am 8.September 2002 wurde er im Paderborner Dom zum Bischof geweiht.
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