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Erzbistum Paderborn: Höhere Bilanzsumme, geringerer Überschuss, viele Austritte

Die Bilanzsumme des Erzbistums Paderborn hat im Jahr 2025 erstmals die Fünf Milliarden-Marke geknackt. Das geht aus dem heute (Mi., 30.09.) veröffentlichten Finanzbericht vor. Der Jahresüberschuss sank allerdings erneut.

Und zwar deutlich: Der Überschuss liegt für das Jahr 2025 demnach bei 67 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von fast 20 Prozent. Ein Grund sind die steigenden Ausgaben des Erzbistums. 

2025 flossen mehr als 400 Millionen Euro aus Kirchensteuereinnahmen in die Seelsorge, die Bildung und weitere soziale Aufgaben – das ist ein Anstieg von mehr als elf Prozent im Vergleich zum Jahr 2024.

 

Erzbistum Paderborn verliert 40.000 Katholiken in einem Jahr

Der Finanzbericht zeigt auch, dass die Kirchenaustrittszahlen auf einem konstant hohen Niveau bleiben: Das Paderborner Erzbistum hat im Jahr 2025 erneut mehr als 40.000 Katholiken verloren. 

Knapp 14.000 Katholiken starben – demgegenüber stehen nur gut 6.000 Taufen. Mehr als 15.000 Katholiken zogen weg, mehr als 17.000 traten aus. 

Insgesamt sind aktuell gut 1,25 Millionen Menschen Mitglied der katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn.

 

Veröffentlichung der Missbrauchsstudie: Erzbistum befürchtet weiter steigende Austrittszahlen

Im Zuge der Veröffentlichungen der Missbrauchsstudien befürchtet das Erzbistum Paderborn weiter steigende Austrittszahlen. Im heute veröffentlichten Finanzbericht heißt es unter dem Punkt Chancen und Risiken wörtlich: 

„Die im Frühjahr erfolgte Veröffentlichung der Studie birgt das Risiko, dass die Zahl der Kirchenaustritte steigt. Daraus ergeben sich für das Erzbistum erhebliche Risiken. Ein Einbruch der Kirchensteuererträge lässt sich nicht kurzfristig durch Strukturanpassungen ausgleichen.“