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Kreis Paderborn: Kita-Gebühren um 15% rauf, Geschwisterkind-Regelung wird gekippt?

EXKLUSIV Eltern von Kindergartenkindern im Kreis Paderborn müssen künftig wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Stadt Paderborn schlägt der Politik unter anderem vor, die Beiträge zum kommenden Kitajahr um 15 Prozent zu erhöhen. 

Die Erhöhung soll für alle Kommunen im Kreis Paderborn gelten, weil es weiter einheitliche Elternbeiträge geben soll. 

Ab einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro pro Haushalt geht es dann nach dem Verwaltungsvorschlag also um 15 Prozent rauf. Für Diskussionen wird aber wohl auch ein anderer Beschlussvorschlag sorgen: Die sogenannte Geschwisterkind-Regelung soll gekippt werden. 

Künftig sollen Eltern auch für das zweite Kind in Kita, Tagespflege oder OGS einen halben Beitrag zahlen. Bislang galt die Regelung, dass nur für ein Kind ein Beitrag erhoben wird. Aus Verwaltungssicht sind die Vorschläge „notwendig und dennoch maßvoll und familienfreundlich“. 

Neben den Anhebungen sieht der Beschlussvorschlag auch vor, neue Einkommensstufen einzuführen. Künftig soll es also auch noch Abstufungen der Jahreseinkommen über 150.000 Euro und über 175.000 Euro geben.

Die Einkommensgrenze für die Beitragsfreiheit soll dagegen von aktuell 30.000 Euro auf dann 50.000 Euro angehoben werden, „damit auch Familien mit geringem Einkommen die Betreuungsangebote in Anspruch nehmen können“.

Mit der 15 Prozent-Erhöhung zum Kita-Jahr 2027/2028 würde der „allgemeinen Preisentwicklung in den letzten zehn Jahren Rechnung getragen“. 

Jetzt muss die Politik entscheiden.

 

Ausgangspunkt unserer Recherche zu diesem Thema war ein anonymer Hinweis. Ihr möchtet auch auf einen Missstand im Hochstift hinweisen? Nutzt gerne unser Radio Hochstift-Formular für anonyme Hinweise.