Gutachten zum Zugunglück zwischen Salzkotten und Geseke sieht Fehler beim Lokführer
Ein Gutachten liefert neue Erkenntnisse zum tödlichen Zugunglück auf der Bahnstrecke zwischen Salzkotten und Geseke im September 2023. Demnach hat der Lokführer, der dabei ums Leben kam, mehrere Fehler gemacht.
Laut dem Bericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) war er mit zu vielen Waggons unterwegs. Der 30-Jährige sollte insgesamt 28 Zementwaggons in den Güterbahnhof Geseke bringen. Das sollte auf sieben Fahrten aufgeteilt werden, der Lokführer machte aber nur zwei Fahrten mit jeweils 14 Waggons.
Er soll auch vor der Fahrt die Bremsen nicht richtig kontrolliert haben. Laut Gutachten habe er das erst während der Fahrt auf der abschüssigen Strecke gemacht. Schließlich versagten die Bremsen und die Lok entgleiste kurz vor dem Geseker Bahnhof mit 13 der 14 Waggons.
Bei dem tödlichen Unfall entstand laut dem neuen Gutachten ein Schaden von rund sieben Millionen Euro. Auf der Bahnstrecke zwischen Paderborn und Lippstadt konnten wochenlang keine Züge fahren.
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