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Kreisverwaltung Höxter erhöht Kreisumlage und schrumpft Rücklagen

Michael Stickeln, Sigrid Wichmann und Andreas Frank (Foto: Kreis Höxter)

Trotz angespannter Haushaltslage will die Kreisverwaltung Höxter auch im kommenden Jahr wieder kräftig investieren. Knapp 43 Millionen Euro sind laut Haushaltsplan vorgesehen. Er wurde am Abend (Do., 14.11.) im Kreistag eingebracht. 

Zu den größten Posten gehören die Kreisstraßen, die neue Rettungswache in Steinheim und die Kreisfeuerwehrzentrale. Das alles soll finanziell drin sein, auch wenn es eng ist. 

Insgesamt umfasst der Haushaltsplan 382 Millionen Euro. Das sind rund 25 Millionen mehr als im laufenden Jahr.

Für das laufende Jahr wurde nochmal nachgerechnet. Das Defizit liegt voraussichtlich bei 4,3 statt den erwarteten 3,1 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sind es wahrscheinlich zwei Millionen Euro, die fehlen. Dadurch schrumpft die Ausgleichsrücklage weiter. 

Höxters Landrat Michael Stickeln (im Foto rechts) sagte: „Der finanzielle Ausnahmezustand ist zur neuen Normalität geworden“. Die Kreise und Kommunen müssten immer mehr finanziell stemmen. 

Die hohen Ausgaben haben zum einen mit den Abgaben an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu tun, zum anderen mit steigenden Personalkosten. Der Kreis erhöht deshalb auch die Kreisumlage für die Kommunen. Sie müssen also tiefer in die Tasche greifen. 

Für die Stadt Höxter sind es zum Beispiel gut 2,7 Millionen Euro mehr als dieses Jahr. Für Bad Driburg, Brakel oder auch Warburg bedeutet die Kreisumlage Mehrkosten von jeweils um die 1,5 Millionen Euro.