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Mutmaßlicher Betrüger aus Marienmünster weiter in Haft

Symbolbild

Im Betrugsverfahren gegen ein Paar aus Marienmünster hat das Paderborner Landgericht das Verfahren gegen die mitangeklagte Frau nach rund 30 Verhandlungstagen abgetrennt. 

Im aktuellen Prozess muss sich deshalb nur noch ihr Mann verantworten. Der 32-Jährige sitzt aber nach wie vor in Untersuchungshaft. Das Gericht sieht bei dem Marienmünsteraner weiterhin Verdunkelungsgefahr und rückt deshalb trotz seines Geständnisses nicht von der Haft ab. 

Bei seiner Frau gehen die Richter aber davon aus, dass sie keine maßgebliche Rolle bei den angeklagten Betrügereien – unter anderem mit Handy-Verträgen - spielte. 

Interessante Neuigkeiten gab es im Gerichtssaal von einem Polizisten, der als Zeuge befragt wurde. Er sagte aus, dass der Angeklagte ein Konto in Litauen eröffnet habe. Verschiedene Verwandte hätten dort nach und nach mithilfe von QR-Codes an Supermarkt-Kassen 250.000 Euro eingezahlt.

Das Paar aus Marienmünster habe eine Vielzahl an Bankverbindungen – allein für die Frau seien bei der Finanzaufsicht seit 2019 weit über 100 Konten erfasst worden.