Nach Haft und Klinik: Ukrainer aus Borchen kommt frei
Ein Borchener muss nicht weiter in die Psychiatrie – das haben die Richter am Paderborner Landgericht entschieden. Sein bisheriger Aufenthalt dort habe geholfen, um ihn auf die rechte Bahn zurückzuholen.
Als 17-Jähriger flüchtete der Ukrainer nach Deutschland und wurde in Borchen untergebracht. Seine weitere Geschichte ist fast schon kurios.
Als er volljährig in die Drogenszene abrutschte, entwickelte er eine psychische Störung und hörte Stimmen. Mehrfach setzte er sich in unverschlossene Autos, versuchte sie auf absurde Weisen mit Radio-Kabeln kurzzuschließen oder hörte einfach nur Radio.
Als er einmal tatsächlich einen Schlüssel fand und wegfahren wollte, aber direkt einen Unfall baute, kam der 20-Jährige ins Gefängnis und kurz darauf in die Psychiatrie. Da er dort aber mit Medikamenten behandelt wurde und heute normal leben kann, sah die Richterin keinen Grund, ihn länger dort zu behalten.
Kritik gibt es von der Staatsanwaltschaft: den Borchener Behörden sei der Zustand des Ukrainers bekannt gewesen, man habe aber viel zu lange zugeschaut.
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