Paderborner Missbrauchsstudie: Betroffenenvertreter rufen zur weiteren Aufklärung auf
Die Betroffenenvertretung für das Erzbistum Paderborn begrüßt die Veröffentlichung der Studie über sexuelle Gewalt durch Kirchenvertreter. Durch die Dokumentation könnten einige Opfer vielleicht inneren Frieden finden. Gestern Nachmittag wurde in der Uni die historische Untersuchung der Jahre 1941 bis 2002 vorgestellt. Demnach haben die Erzbischöfe Jäger und Degenhardt jahrzehntelang Täter geschützt. Betroffenensprecher Reinhold Harnisch sagte:
„Und dann kommt zum Thema Missbrauch, dieser doppelte Missbrauch dazu: Das sind einmal die Taten selbst und dann die Fortsetzung des Missbrauchs durch das Versagen der Institution bei der Bewältigung. Andere nennen das den Missbrauch der Missbrauchten und der setzt sich bis heute noch fort, der dauert an.“
Die Studie geht von rund 500 missbrauchten Kindern und Jugendlichen und mehr als 200 Tätern aus – etwa doppelt so viele wie bisher bekannt.
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