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Prozess um Mord an Tino Werner: Bad Driburger Nachbarinnen im Zeugenstand

Der Angeklagte (mit grüner Mappe) beim Prozessauftakt

Im Prozess um den 22 Jahre alten Mord an Tino Werner aus Bad Driburg haben zwei damalige Nachbarinnen des Opfers ausgesagt. Eine von ihnen war zum Tatzeitpunkt mit dem Angeklagten zusammen. 

Im Zeugenstand schilderte sie auch seine Haltung gegenüber dem Opfer. Die damalige Freundin des Beschuldigten erklärte, er habe sich nie negativ über die Homosexualität des späteren Opfers geäußert. Allerdings habe ihr Partner die persönliche Art des Nachbarn nicht gemocht. 

Die Ermittler gehen von Habgier und Hass auf Homosexuelle als Motiv für den Mord aus. Der Täter erdrosselte den offen homosexuell lebenden Tino Werner im November 2003 und stahl unter anderem die Geldbörse des Kellners. 

Eine andere Nachbarin schwieg dagegen größtenteils im Zeugenstand. Damals hatte sie den Ermittlern erzählt, dass das Opfer ein recht guter Bekannter gewesen sei. 

Auf ihren Schilderungen beruhte auch ein Phantombild des mutmaßlichen Täters. Jetzt erklärte sie, sie habe ihren Nachbarn nur vom Sehen und Grüßen gekannt.