Skip to main content

Sexueller Missbrauch durch Priester: 20 weitere Betroffene melden sich beim Erzbistum

Der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland im März 26 (Foto: Erzbistum Paderborn)

Das Erzbistum Paderborn hat bei einem Medienempfang neue Zahlen zu Opfern von sexueller Gewalt durch katholische Geistliche vorgelegt. Demnach haben sich inzwischen 20 weitere mutmaßlich Betroffene gemeldet. 

Mitte März wurde die erste unabhängige Missbrauchsstudie veröffentlicht. Sie listet für die Jahre 1941 bis 2002 rund 240 beschuldigte Priester und mehr als 500 Opfer auf. 

In den ersten drei Monaten danach hat die zuständige Stelle beim Erzbistum Paderborn 113 Erstkontakte gezählt. Viele waren Rückfragen zur Studie, auch Zeugen von möglichen Übergriffen meldeten sich. Einige schickten Unterlagen zu. 

Bei den 20 neuen möglichen Betroffenen handelt es sich laut dem Interventionsbeauftragten Thomas Wendland (Foto) um bisher unbekannte Fälle. 

Insgesamt hat das Erzbistum Paderborn bisher vier Millionen Euro Schmerzensgeld gezahlt. Die höchste Einzelsumme lag bei 380.000 Euro, dazu kamen zehn Fälle mit jeweils mehr als 200.000 Euro.