Urteil im Giftspritzen-Prozess am Paderborner Landgericht gefallen
Etwa eine halbe Stunde haben die Richter am Paderborner Landgericht heute (Mi., 03.06.) gebraucht, um ein Urteil im sogenannten Giftspritzen-Prozess zu fällen. Der 41-jährige Angeklagte aus Paderborn-Elsen wurde wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
Schon am ersten Prozesstag hatte der Landwirt zugegeben, dass er im November seiner getrennt lebenden Frau ein Pflanzenschutzmittel gespritzt hatte. Das Opfer überlebte nur durch die Hilfe einer aufmerksamen Zeugin.
Für die Richter am Paderborner Landgericht besteht kein Zweifel, dass der 41-jährige Elsener heimtückisch gehandelt hat. Bei der Wiederbelebung des Opfers habe er nur geholfen, um sich selbst zu retten.
Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft für den Landwirt gefordert. Der Angeklagte habe aber Reue gezeigt und mit der Information über das von ihm genutzte Pflanzenschutzmittel letztendlich doch zur Aufklärung beigetragen – das hat die Strafe laut den Richtern etwas gemildert.
Warum der 41-Jährige seine getrennt lebende Frau töten wollte, bleibt ungeklärt.
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