Skip to main content

Vergewaltigung im Schlaf? Paderborner freigesprochen

Das Paderborner Landgericht hat einen 31-Jährigen freigesprochen, der wegen Vergewaltigung angeklagt war. 

Eine heute 17-Jährige hatte ihm vorgeworfen, sie vor eineinhalb Jahren im Schlaf missbraucht zu haben. Die Richterin sah aber zu viele Widersprüche.

Der 31-Jährige und die Jugendliche hatten sich am Vorabend in der Westernstraße in Paderborn kennengelernt – und er soll ihr angeboten haben, bei ihm übernachten zu können. 

Am Morgen danach erschien sie – unter Alkohol und Drogen stehend – auf der Polizeiwache und erstattete Anzeige gegen den Mann. Er sei in seiner Wohnung über sie hergefallen, während sie schlief. Dagegen behauptete der 31-Jährige, beide seien mit dem Sex einverstanden gewesen. 

Während die Nebenklage für den Angeklagten eine empfindliche Strafe wegen Vergewaltigung forderte, sah das die Richterin anders. Die Darstellung der 17-Jährigen sei nicht konstant gewesen – und der konkrete Tatablauf lasse sich nicht feststellen. Daher gelte der Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten.“