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London | Familiendrama mit Natur: «The Madison» mit Michelle Pfeiffer
Neue Serie bei Paramount+
London (dpa) - Kaum ein Serienmacher prägt Fernsehen und Streaming derzeit so stark wie Taylor Sheridan. Mit seiner Ranch-Saga «Yellowstone» hat der US-Amerikaner ein ganzes Serienuniversum mit mehreren Ablegern geschaffen. Die Mafia-Story «Tulsa King» und das Öl-Drama «Landman» waren weitere Streaming-Erfolge. Nun startet bei Paramount+ (Start: 14.3.) das nächste Sheridan-Drama: «The Madison».
Pfeiffer: «Es lag an Taylor Sheridan»
Nachdem der Serienschöpfer bereits Hollywood-Stars wie Kevin Costner, Harrison Ford, Helen Mirren und Sylvester Stallone vor die Kamera holte, spielen in «The Madison» Michelle Pfeiffer (67) und Kurt Russell (74) die Hauptrollen.
«Es lag definitiv an Taylor Sheridan», sagte Pfeiffer im Interview zum Serienstart. «Das hat auf jeden Fall mein Interesse geweckt, und ich wollte schon länger etwas im Fernsehen machen. Ich habe so viel bemerkenswerte Arbeit von Darstellerinnen gesehen, dass ich schon seit einiger Zeit ein bisschen neidisch darauf bin.»
Sheridan ist bekannt für eine ungewöhnliche Praxis: Er schickt seinen Stars vorab kein Drehbuch, sondern lädt sie auf seine Ranch ein und erzählt ihnen, worum es in seiner Geschichte geht. Pfeiffer gab zu, sie sei anfangs skeptisch gewesen. Aber ihre Freundin Helen Mirren habe ihr zugeredet. «Und natürlich, als Taylor mir dann das Konzept der Serie erklärte und wer diese Frau ist, klang das wirklich interessant.»
Doch kein «Yellowstone»-Spin-off
«The Madison» war zunächst als «Yellowstone»-Spin-off angelegt. Die sechsteilige Serie erzählt nun allerdings eine völlig eigenständige Geschichte. Die Handlung folgt der Familie Clyburn aus New York City, die sich ins weite Madison-River-Tal im Zentrum des US-Bundesstaates Montana begibt. Im Mittelpunkt stehen Stadtmensch Stacy Clyburn (Pfeiffer) und ihr naturverbundener Ehemann Preston (Russel).
Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Stacy ihr Leben neu ordnen. Gemeinsam mit ihrer Familie unternimmt die New Yorkerin eine Reise durch die Natur und in die Vergangenheit. Gleich in der ersten Folge überschlagen sich die dramatischen Ereignisse.
Eine Geschichte über den Umgang mit Verlust
«The Madison» ist eine Geschichte über Vergänglichkeit, den Umgang mit Verlust und Trauer sowie über menschliche Verbundenheit. «Ich glaube, das Publikum wird sich mit diesem ganz persönlichen, spezifischen Schmerz identifizieren können, mit dem Stacy lebt und den sie durchlebt», sagte Russell zum Serienstart.
Wie üblich in Sheridans Storys haben die Dialoge viel Tiefgang - etwa wenn Preston darüber philosophiert, was das Leben seiner Meinung nach ausmacht, dass es darum geht, Erinnerungen zu schaffen. Und was passiert, wenn man nur noch seine Erinnerungen hat und keine neuen mehr kreieren kann.
Die Serie ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Natur und die Entschleunigung, wie Russell betonte. «Ich glaube, das Publikum wird es genießen, dieser Familie zuzusehen, die jetzt wie ein Fisch auf dem Trockenen ist und neue Dinge über sich selbst lernt – von Menschen, die nicht aus der Stadt kommen, sondern vom Land.»
Inspiration durch Robert Redford
Die Geschichte wird sehr langsam und ruhig erzählt - mit weiten Einstellungen, Landschaftspanoramen und Kino-Optik. Vor allem Hollywood-Ikone Pfeiffer, die für die Dreharbeiten drei Monate ohne Unterbrechung vor Ort in Montana lebte, zeigt eine intensive, großartige schauspielerische Leistung. In Nebenrollen wirken Matthew Fox, Beau Garrett und Will Arnett mit.
Der Film «Aus der Mitte entspringt ein Fluss» von Robert Redford inspirierte Sheridan, der «The Madison» als sein «bislang intimstes Werk» bezeichnete. Das Drama, das ebenfalls in den weiten, unberührten Landschaften von Montana spielte, wird in der Serie erwähnt. Die erste Folge ist dem 2025 gestorbenen Redford gewidmet.
Die ersten drei von insgesamt sechs Folgen sind ab Samstag (14. März) beim Streamingdienst Paramount+ zu sehen. Weitere drei Episoden werden eine Woche später (21. März) veröffentlicht. Die Serie wurde noch vor der Ausstrahlung um eine zweite Staffel verlängert.
© dpa-infocom, dpa:260313-930-811764/1
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