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Missbrauch: Paderborns Erzbischof Bentz bittet Opfer um Verzeihung

Paderborns Erzbischof Udo Markus Bentz hat die Betroffenen von sexueller Gewalt durch Kirchenmänner um Verzeihung gebeten. Heute Mittag (13.03.) hat das Erzbistum auf die Missbrauchsstudie reagiert. 

Erzbischof Bentz (im Foto Mitte) nannte die historische Untersuchung einen Meilenstein der Aufarbeitung.

Die sexuelle Gewalt durch Kirchenvertreter sei ein belastender Teil der Erzbistums-Geschichte – aber sie gehöre in die Mitte unserer Erinnerung. Betroffene hätten das Recht auf diese Wahrheit. Der Umgang der Kirche mit dem Missbrauch habe das Leid der Opfer verschlimmert. 

Für eine Gesamtbewertung der Studie sei es noch zu früh, genau wie für mögliche Konsequenzen. Zuvor sollen unabhängige Stellen die Erkenntnisse aufarbeiten. Dabei werde das Erzbistum vollumfänglich kooperieren.

Betroffenenvertreter Reinhold Harnisch (im Foto rechts) dankte Erzbischof Bentz für die Entschuldigung, er habe die Worte gerne gehört. 

Zu den wieder aufgeflammten Vorwürfen gegen den ehemaligen Erzbischof Degenhardt sagte der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland (im Foto links), sie seien trotz aller Recherchen bisher sehr vage und laut einer früheren Bewertung nicht plausibel.