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"Ich musste so etwas machen" - Beschuldigter spricht nach Angriff am Paderborner Westfalen-Kolleg

SEK-Polizisten am 8. Oktober am Westfalenkolleg

Im Prozess vor dem Paderborner Landgericht um die Unterbringung in der Psychiatrie hat der Angeklagte reinen Tisch gemacht. Er hat Anfang Oktober mit einem Messer auf eine Mitschülerin am Paderborner Westfalen-Kolleg eingestochen.

Den Angriff hätten dem 25-Jährigen nach eigener Aussage Stimmen befohlen, die er in seinem Kopf gehört habe. Er leide schon länger unter einer psychischen Erkrankung und hatte im vergangenen Sommer seine Medikamente abgesetzt. 

Deshalb sei er überzeugt gewesen, dass Lehrpersonal und Mitschüler ihn beobachten und überwachen. Er habe das Gefühl gehabt, am 8. Oktober jemanden töten zu müssen. Dem 25-Jährigen droht damit die dauerhafte Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie. 

Auch das Opfer muss seine Lebenspläne ändern: Die 27-Jährige will ihren Traum aufgeben, Psychologin zu werden. Für sie sei es unvorstellbar, sich mit solchen Krankheitsfällen zu beschäftigen. Auch körperlich leidet sie bis heute an den Folgen des Angriffs.