Prozessauftakt um Tod von Erntehelfern in Lüchtringen
Der tragische Tod von zwei jungen Menschen in Höxter-Lüchtringen kommt heute (Mo., 24.08., 9 Uhr) vor Gericht. Anfang Mai 2025 starben zwei Erntehelfer in ihrer Wohnung durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Der Vermieter des rumänischen Paares muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Im Zentrum der Verhandlung am Amtsgericht Höxter steht ein Durchlauferhitzer. Aus dem im Badezimmer installierten Gerät ist das geruchlose Gas ausgetreten, durch das die 19-jährige Frau und ihr 23 Jahre alter Freund starben.
Auf dem Warmwasserbereiter klebte ein Etikett, dass er nicht in geschlossenen Räumen laufen darf. Laut Gutachten wurde er in Lüchtringen außerdem mit der falschen Gasart und dem falschen Druck betrieben.
Nach Informationen der Neuen Westfälischen hat der umgekommene 23-Jährige das Gerät selbst eingebaut. Die Ermittler glauben aber, dass der angeklagte Vermieter von der Montage wusste. Zeugenaussagen und Handyfotos würden das untermauern.
Der 43-Jährige bestreitet das und erklärte, der gestorbene Erntehelfer hätte den Erhitzer zufällig auf dem Dachboden gefunden.
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